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Die Wiener
Gratiszeitung U-Express ist eingestellt worden. Am Mittwoch, 31.3., erschien
die letzte Ausgabe der von der Kronen-Zeitung vor
drei Jahren gegründeten Zeitung. Darin werden für die Einstellung des
Gratisblattes Kostengründe angegeben. Tatsächlich wären die Verträge zur
Weiterführung des U-Express morgen, Donnerstag, ausgelaufen. Bei einer
Gesellschafterversammlung sollen sich vor allem die
Mediaprint-Gesellschafter WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) sowie
Raiffeisen gegen eine Verlängerung ausgesprochen haben, heißt es aus dem
Umfeld der Zeitung.
In der heutigen letzten Ausgabe des U-Express wird zuerst auf den Erfolg
des Blattes verwiesen: So sei die Zahl der Leser auf zuletzt 228.000
gestiegen. Aufgrund ständig steigender Kosten hätte aber die Qualität,
die die Leser vom U-Express gewohnt seien, nicht gehalten werden können.
"Deshalb haben wir uns schweren Herzens zur Einstellung des U-Express
entschlossen, um den drohenden Qualitätsverlust der Zeitung zu
vermeiden", heißt es in einer namentlich nicht gekennzeichneten
Mitteilung auf Seite 2 der Zeitung. Auch die berühmte "Nackerte", diesmal
ebenfalls auf S. 2 der Zeitung platziert, nimmt mit den Worten "Auch wenn
ihr sie nicht wiederseht, die Nackte niemals untergeht", Abschied.
Von der Einstellung des U-Express war in den vergangenen Wochen immer
wieder die Rede gewesen. Vor allem der Mediaprint-Mitgesellschafterin WAZ
war das Blatt ein Dorn im Auge. Kritisiert wurde, dass die Gratis-Zeitung
die eigenen Mediaprint-Blätter und dabei besonders die Kronen-Zeitung
konkurrenziert. Stellungnahmen der U-Express-Geschäftsführer zur
Einstellung ihres Blattes gab es vorerst nicht.
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