Digitalfernsehen startet Probebetrieb im 2. Quartal 2004

Medienstaatssekretär Franz Morak hat den Vertrag für den Probebetrieb Digitales Fernsehen in Österreich unterzeichnet. Die Vertragsunterzeichnung und die Digitale Plattform Austria, sowie die Schaffung des Digitalisierungsfonds, der jährlich 7,5 Mio. Euro für die Vorbereitung des Umstiegs auf digitale terrestrisches Fernsehen zur Verfügung stellt, sind "ein Meilenstein für den Medienstandort Österreich", so Morak.

Im Zentrum des Probebetriebes stehen 150 Haushalte in Graz. Abgesehen vom Ausloten aller technischen Details eines solchen Projekts werde es im Probebetrieb darum gehen, den Sehern den Vorteil und den Nutzen terrestrischen digitalen Fernsehens vor Augen zu führen. Nach Ansicht des RTR-Geschäftsführers Alfred Grinschgl ist die Sicherstellung der "österreichischen Marktanteile" in den österreichischen TV-Haushalten ein zentraler Punkt in der Einführung von Digitalfernsehen.

Unter den Partnern Österreichischer Rundfunk (ORF), Siemens AG Österreich, Telekom Austria AG und RTR-GmbH wurde vertraglich vereinbart, dass während das Probebetriebes für den Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2004 die Programme von ORF 1, ORF 2, ATV+ digital ausgestrahlt werden. Dazu werden 150 Haushalte mit mhp-tauglichen Boxen zur Nutzung interaktiver Applikationen ausgestattet (mhp = multimedia home platform als gemeinsamer europäischer Standard).

Weiters sind das Institut für Nachrichtentechnik und Wellenausbreitung an der Technischen Universität Graz und Joanneum Research in das Projekt eingebunden. Als Projektmanager wurde Bruno Josseck vom Institut für Nachrichtentechnik und Wellenausbreitung an der TU Graz eingesetzt.

Der Probebetrieb für digitales Fernsehen in Graz wird im Sinne eines Public Private Partnership-Modells von den Kernpartnern finanziert und zu wesentlichen Teilen mit Mitteln aus dem neu geschaffenen Digitalisierungsfonds der Bundesregierung und weiteren 1,5 Mio. Euro Fördermitteln aus der steirischen Wirtschaftsförderung (SFG) unterstützt. Das Design des Probebetriebs ist offen für weitere Projektpartner.

zurück 03.11.2003