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Die ATV-Konkurrenten um die
bundesweite Privat-TV-Lizenz, Hanno Soravia (Kanal 1), Florian Novak
(zett.at) und Andreas Sattler (A3), haben gegen den vor 14 Tagen
zugestellten Bescheid der KommAustria
über die Vergabe der Lizenz an den Kabelsender
ATV berufen. Die Berufungen
gehen nach einer weiteren 14-tägigen Frist für
eine Gegenstellungnahme an den Bundeskommunikationssenat (BKS)
im Bundeskanzleramt. Die
KommAustria will mit der Vergabe der regionalen Sendelizenzen erst
fortfahren, wenn der Bescheid rechtskräftig ist.
Hanno Soravias TV-Projekt Kanal 1 wird vom Medienanwalt Georg Zanger
vertreten. Die Berufung für Kanal 1 argumentiert vor allem mit der für
Soravia fragwürdigen wirtschaftlichen Absicherung von ATV sowie der
angeblich ausländischen Eigentümerstruktur des Senders. Zudem sieht
Zanger keinen Grund die aufschiebende Wirkung des Bescheides auszusetzen.
"Gefahr im Verzug", wie von der Judikatur für eine solche Maßnahme
gefordert, liege immer nur dann vor, wenn der Eintritt eines
unmittelbaren Schadens bei Unterlassung der Maßnahme in hohem Maße
wahrscheinlich sei, so Zanger. Dies sei in diesem Fall nicht ersichtlich.
ATV-Geschäftsführer Tillmann Fuchs sieht den Berufungen gelassen
entgegen. ATV wird von Medienanwalt Michael Krüger vertreten. Er hat
bereits im Zuge der Bewerbung einen Antrag gestellt, den Berufungen keine
aufschiebende Wirkung zu gewähren. Diesem Antrag wurde von der Behörde
stattgegeben. Der Sendestart im Herbst 2002 sei daher nicht gefährdet, so
Fuchs. "Bedauern müssen die Berufungen nur die ernsten Bewerber für die
Ballungsraumfrequenzen in Wien, Linz und Salzburg, da sich dadurch
erhebliche Verzögerungen bei der Vergabe ergeben können", ergänzte
Herbert G. Kloiber, Vorsitzender des Aufsichtsrates von ATV. Beim BKS
geht man davon aus, dass eine Entscheidung in zweiter Instanz noch vor
dem Sommer getroffen wird. Danach besteht noch die Möglichkeit den
Bescheid beim Verfassungs- oder Verwaltungsgerichtshof zu bekämpfen.
Wird der Bescheid der KommAustria bestätigt, sind noch drei regionale
TV-Sendelizenzen für Wien, Linz und Salzburg von der Medienbehörde zu
vergeben. Favoriten sind in Salzburg das schon jetzt im Kabel empfangbare
Salzburg TV,
sowie in Linz die Privatfernseh
GesmbH, die ebenfalls schon im Linzer Kabelnetz sendet. Für beide
Bewerber wurde eine Empfehlung der jeweiligen Landesregierungen
abgegeben. In Wien ging diese Empfehlung der Landesregierung an das
TV-Projekt "Puls City-TV", an dem die Gewista maßgeblich beteiligt ist.
Das Rennen dürfte hier aber wesentlich spannender werden. In Wien sind
auch die bundesweiten Bewerber Kanal 1 und Ganymedia Network von Florian
Novak mit dabei (Novak hat sich für alle drei Frequenzen beworben). Auch
Smart.city.tv, einer gemeinsamen Bewerbung von ET Multimedia
und dem Kabel-TV-Projekt TIV, werden gute
Chancen nachgesagt.
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