Krone Hit Radio startet im Sommer

Die Mediaprint startet im Sommer mit dem "Krone Hit Radio" den "ersten überregionalen Sender für Erwachsene" und "mit lokaler Kompetenz". Dies kündigte Programmdirektor Bernd Sebor an. An dem Projekt sind die Stationen Rpn, B1, 107,5 Der Musiksender, die Cityradios Linz und Gmunden, die Arabellas Salzburg, Kitzbühel und Pinzgau/Pongau/Lungau sowie die Radios Hallein, Spittal, Villach und Unterkärnten beteiligt. Aus einem zentralen Funkhaus Wien sei die Ausstrahlung eines aus Moderation, Weltnachrichten und Beiträgen von überregionaler Bedeutung bestehenden "Mantelprogrammes" geplant, erläuterte Bernhard Weiss, kaufmännischer Geschäftsführer des neuen Radios.

Die daran angeschlossenen Sender produzieren zusätzlich ein Regional- bzw. Bezirksprogramm, bestehend aus Lokal-Wetter, -Verkehr und -Nachrichten. Neben einer neuen überregionalen Werbestrategie ist auch Lokalwerbung vorgesehen. An einen Ausstieg aus der Vermarktung Ö3 Plus sei nicht gedacht. Nunmehrige Krone-Sender, die bisher von der RMS vermarktet wurden, werden allerdings aus den bisherigen Verträgen mit dieser aussteigen, sagte Weiss. Chefredakteur des Krone Hit Radio wird Claus Hörr, Unterhaltungschef Rüdiger Landgraf und Musikchef Wolfgang Domitner. Das genaue Sendekonzept werde Ende Mai bekanntgegeben, kündigte Sebor an. Bei allem Optimismus rechne er aber nicht damit, Ö3 überholen zu können. Eine Verdoppelung der Reichweite sei anzustreben. Es gebe im Sendegebiet 5,7 Mio. potenzielle Hörer, in den ersten zwölf Monaten hoffe er auf 600.000. Der neue Sender sei "nicht gegen Ö3 oder gegen irgendwen" gerichtet, sondern wolle einfach "Programm machen, das vom Hörer angenommen wird", erklärte Sebor.

Parallel zum überregionalen Krone Hit Radio behält sich die Mediaprint in Wien den von Ulrich Köring aufgebauten Jugendsender Hit FM. Aufgrund der neuen Gesetzgebung, die Beteiligungen an mehreren Sendern desselben Bundeslandes verbietet, seien bereits jetzt 18 Prozent der Anteile von Radio 88.6 von der Mediaprint an die Bank Austria abgetreten worden. Die restlichen acht Prozent würden in Kürze übergeben, sagte Weiss. Das Krone Radio überlege durchaus, weiter zu expandieren, auch sei die Beantragung einer österreichweiten Frequenz realistisch, erklärte Weiss. Vor allem im Westen Österreichs würde das Krone Radio gerne sein Programm ausstrahlen.

zurück 26.04.2001