ORF erweitert Kooperation mit arte

ORF-Generalintendant Gerhard Weis hat einen Assoziierungsvertrag gemeinsam mit Jobst Plog, Präsident des Kultursenders arte unterzeichnet. Abgesegnet wurden dadurch gegenseitige Programmzulieferungen zwischen den beiden TV-Anstalten. Mit dem Vertrag steigt das Volumen der Koproduktionen von jährlich neun auf 24 Stunden für die Dauer des Vertrags bis Ende 2002 an. Der ORF erhält Zugriff auf 60 Programmstunden aus dem arte-Bestand. Im Gegenzug stellt der öffentlich rechtliche Sender dem Kultur-Kanal 36 Stunden Programm zur Vergnügung.

Damit wurde das seit 1998 bestehende Kooperationsabkommen massiv erweitert, so der oberste ORF-Boss. "Die Stimme des ORF in Europa wird lauter", hofft Weis. Laut arte-Präsident Jobst Plog existiere im ORF ein großes kreatives Potenzial für dieses kleine Land. Er nannte als Beitragskosten die Summe von 26,4 Mio. jährlich und pro Partner. arte verfüge über ein Budget von 4,2 Mrd. Schilling, weiß Plog. Kooperationen liefen mit SRG SSR idee suisse (Schweiz), TVE (Spanien), YLE (Finnland) sowie seit kurzem NPS (Holland).

Der ORF ist nach dem belgischen Rundfunk RTBF und dem polnischen TVP der dritte arte-Assoziationspartner. Damit sei der ORF mit beratender Stimme in der arte-Mitgliederversammlung sowie im Programmbeirat und in der Programmkonferenz die in Straßburg tagt, vertreten, so Weis. Ab Herbst werde dort auch ein ständiger ORF-Vertreter anwesend sein.

zurück 21.03.2001