RPN-Geschäftsführer Martin Blank geht

Das niederösterreichische private Regionalradio Rpn beabsichtigt, aufgrund der geplanten Änderungen in der Radiogesetzgebung eine "andere strategische Ausrichtung". Dies erklärte Eike Götz, über die Amperwelle München und sein eigenes Unternehmen IMCOM größter Gesellschafter des Senders. Der für Anfang kommenden Jahres vorgesehene Relaunch des Senders werde auf frühestens Juli 2001 verschoben, da auch der Research nun von Niederösterreich auf ganz Österreich ausgedehnt werde. Infolge dieser neuen Strategie der Eigentümer verlässt Geschäftsführer Martin Blank den Sender "in bestem gegenseitigem Einvernehmen", betonte Götz.

Blank hatte vor zwei Jahren die Geschäftsführung übernommen, um den vorgesehenen Relaunch durchzuführen. Nachdem dieser sich nun abermals verschiebe, sei dies "der richtige Zeitpunkt zu gehen", sagte Blank, der aber weiterhin in Österreich zu bleiben beabsichtigt. Konkrete Berufspläne äußerte er jedoch nicht. Peter Düll, technischer Leiter, und Markus Götzl, Verkaufsleiter und Prokurist von Rpn, werden interimistisch die laufenden Geschäfte des Senders übernehmen. Auf konkrete Pläne der strategischen Neu-Ausrichtung angesprochen, erklärte Götz, dass eine Ausdehnung auf ganz Österreich engestrebt werde. Ein Verbund mit anderen Regionalsendern wie etwa mit 88,6 in Wien oder mit dem oberösterreichischen Liferadio zum Aufbau einer österreichweiten Privatradiokette sei wünschenswert.

Langfristig könnten Privatsender gegenüber der übermächtigen Konkurrenz des ORF nur bestehen, wenn sie gemeinsam vorgingen. Synergien zu nützen und Kräfte zu bündeln, auch durch die Nominierung eines gemeinsamen "Kopfs", einer gemeinsamen Geschäftsführung für mehrere Sender sei die "einzige Chance" für Private in Österreich, meinte Götz. An den Eigentumsverhältnissen von Radio RPN (Amperwelle 22,49%, IMCOM 15%, Antenne Bayern 25,51%, Telekurier 26% und NÖ Pressehaus 11%) wird sich hingegen nichts ändern.

zurück 15.12.2000