Radiofrequenzgutachten in Auftrag gegeben

Das von der Bundesregierung geplante Radio- und Fernsehfrequenzgutachten ist am 31.8. in Auftrag gegeben worden. Den Zuschlag erhielt die deutsche Firma L & S Radio Communications GmbH, die von der Auswahlkommission einstimmig als Bestbieter ausgesucht wurde. "Der Weg zu einer transparenten Frequenzplanung in Österreich ist somit frei", erklärte Medien-Staatssekretär Franz Morak. Er erwarte, dass die Firma umgehend ihre Arbeit aufnehmen werde, so daß bei einer 4-6 monatigen Dauer der Gutachtenerstellung mit einem ersten Ergebnis noch vor Jahresende zu rechnen sei.

Morak zeigte sich zufrieden darüber, dass die Frequenzplanung nun auf neue Beine gestellt werde und erstmals eine umfassende Analyse der Frequenzsituation in Österreich in Auftrag gegeben wird. Das Gutachten soll klären, wie viele freie Radio- und Fernsehfrequenzen es in Österreich tatsächlich gibt. Aufgrund dieser Ergebnisse soll die Vergabe von weiteren privaten Radiolizenzen erfolgen. Auch soll festgestellt werden, ob und wie viele private TV-Programme terrestrisch verbreitet werden können. L & S Radio Communications gilt laut Morak auf diesem Gebiet als renommiert, da sie bereits einschlägige Studien in Deutschland, den Niederlanden und Portugal verfasst habe. Die Kosten der Erstellung des Gutachtens sei mit 10 Mio. Schilling veranschlagt worden. (pte)

zurück 01.09.2000